Die Chronik des FC Neuhausen

1970

Ab Mitte der 60er Jahre waren es immer mehr Jugendliche aus Neuhausen die bei den umliegenden Vereinen Kappel, Königsfeld und Weiler Fußball spielten. Im Jahre 1970 eröffnete Karl Hummel vom Gasthaus zum Engel seine neu erbaute Kegelbahn.

Alsbald trafen sich ein halbes Dutzend Jugendlicher zum wöchentlichen Kegeltraining. Bereits nach einem Jahr Training waren die Leistungen derart gestiegen, daß man sich Gedanken machte einen Verein zu gründen, um an den Wettkämpfen der Kegler teilzunehmen. Da jedoch ein Kegelclub nur eine begrenzte Anzahl Aktiver Spieler aufnehmen kann, gab es unter den jungen Sportlern immer wieder Gespräche ob nicht ein Fußballclub, bei dem alle sich betätigen können, sinnvoller wäre.

1972
Der FC Königsfeld der damals keine II. Mannschaft im Spielbetrieb hatte war unser Ansprechpartner. Ab August 1972 spielten die Neuhauser Fußballer als II. Mannschaft des FC Königsfeld. Die Begeisterung war derart groß, das man sich im Herbst 1972 entschloß einen Fußballclub zu gründen. Der damalige Bürgermeister Friedrich Singer, sowie die Gemeinderäte der noch selbstständigen Gemeinde Neuhausen standen unserem Vorhaben positiv gegenüber.

 

Im Gewann "Eggert" vermachten sie uns ein ca. 3 Hektar großes Gelände auf dem heute unsere Sportanlagen stehen. Als weitere Hilfe wurde die gesamte Drainagemaßnahme von der Gemeinde Neuhausen übernommen.

Aus dem Gründungsprotokoll konnte folgendes entnommen werden:

Die Versammlung zur Gründung des FC Neuhausen fand am 08. Dezember 1972 in Neuhausen im Gasthaus zum Engel statt. Gründungsmitglied Gerhard Seckinger eröffnete um 20.15 Uhr die Versammlung wobei er über fünfzig neue Vereinsmitglieder begrüßen konnte. Besonders begrüßte er den Bürgermeister Friedrich Singer, sowie den Ehrenvorsitzenden des Fußballbezirkes Schwarzwald, Herrn Huber. Weiter wurden besonders der Gemeinderat Neuhausen, die Vertreter des FC Königsfeld sowie die Vorstände sämtlicher örtlicher Vereine begrüßt.

Im Anschluss daran nahm Bürgermeister Singer die Wahl, als Versammlungsleiter zu fungieren, an. In seiner Eröffnungsprache würdigte er besonders das Bemühen der jüngeren Generation sportlich aktiv zu bleiben. Lobend erwähnte er in diesem Zusammenhang den beispielhaften Einsatz von über zwanzig Neuhauser Fußballspielern, die seit der Verbandsrunde 72/73 unter dem FC Königsfeld die gesamte II. Mannschaft bilden und so den eigentlichen Grundstock zur Vereinsgründung gelegt hätten. Seine Zusicherung, auch von Seiten der Gemeindeverwaltung das Nötige zu tun um das junge Vereinsschiff "Sturmfest" zu machen, wurde mit großen Beifall bedacht.

Nach dem zwischenzeitlichen Verlesen der Vereinssatzung erfolgte durch den Wahlleiter Erich Otto Link, die Wahl der Vorstandschaft des FC Neuhausen.

Die Wahlen führten zu folgendem Ergebnis:
1. Vorsitzender, Karl Hummel (einstimmig auf drei Jahre gewählt)
2. Vorsitzender, Klaus Ketterer (einstimmig auf zwei Jahre gewählt)
1. Schriftführer, Helmut Hauser (einstimmig auf drei Jahre gewählt)
2. Schriftführer, Gerhard Seckinger (einstimmig auf zwei Jahre gewählt)
1. Kassier, Arno Saager (einstimmig auf drei Jahre gewählt)
2. Kassier, Erwin Hauser (einstimmig auf zwei Jahre gewählt)

 

Vorstandschaft

Gewählte Vorstandschaft bei der Gründungsversammlung

vl: Erwin Hauser, Klaus Ketterer, Gerhard Seckinger, Karl Hummel, Helmut Hauser und Arno Saager

1973-74

Frühzeitig wurde erkannt, dass das Vorhandensein eigener Sportanlagen bzw. eines bespielbaren Sportplatzes erkennbare Voraussetzung für das erfolgreiche Bestehen eines Fußballvereins ist. Schon vor der Gründung des FC Neuhausen trat deshalb die Vorstandschaft ins Gespräch mit der Gemeindeverwaltung um eine Lösung des Sportplatzproblems zu finden.

Die damaligen Vorstandsitzungen, insbesondere aber das Entgegenkommen der Gemeinde sowie eine beispielslose Einsatzbereitschaft und Initiative des 1. Vorsitzenden Karl Hummel sowie des 2. Vorsitzenden Klaus Ketterer trugen entscheiden dazu bei, dass die Gemeinde Neuhausen dem FC im Gewann Eggert ein 31.600 m² großes Gelände zur Erstellung einer Sportanlage übereignete. Dort hatte der FC bereits begonnen, auf eigene Rechnung einen Hartplatz sowie einen Rasenplatz mit einem Kostenvoranschlag von rund 275.000 DM zu erstellen. Die Baugenehmigung wurde am 28.02.1974 erteilt. Bis zur Fertigstellung wenigstens eines Sportplatzes spielte der FC auf einem Ausweichplatz, der von Andreas Maier, Karl Hauser und Gertrud Seckinger kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Um den "Ernstfall" zu üben, waren im Spieljahr 1972/73 zwanzig junge Männer aus Neuhausen, die den Kern der I. Mannschaft des FC Neuhausen bildeten, beim FC Königsfeld aktiv in der II. Mannschaft tätig. Nachdem man in der Vorrunde noch Hoffnungen auf die Meisterschaft hatte, mußte man am Ende mit einem 3. Platz zufrieden sein.

Das 1. Spieljahr der I. Mannschaft des FC Neuhausen in der C-Klasse Schwarzwald Staffel 1 verlief recht zufriedenstellend, obwohl nicht alles nach Wunsch lief. So konnte die Saison 73/74 mit einem 10. Platz bei 15 Mannschaften und einem Torverhältnis von 60:72 beendet werden.

Die II. Mannschaft zeigte in den Spielen der Reservestaffel viel Kampfgeist und konnte die in sie gesteckten Erwartungen voll erfüllen. Am Ende belegte man den 9. Platz bei 10 Mannschaften und erzielte ein Torverhältnis von 32:62.

Seit Beginn der Spielrunde 73/74 wurde man von Helmut Winterhalter aus Villingen trainiert, der maßgeblich daran beteilgit war zwei Mannschaften aufzubauen, die nicht die Rolle des Punktelieferanten spielen mußten.

I. Mannschaft in der Saison 73/74

1. Mannschaft

hintere Reihe vl: Betreuer Arno Saager, Trainer Helmut Winterhalter, Karl-Heinz Seckinger, Helmut Hauser, Herbert Singer, Konrad Hezel, Erwin Hauser
vordere Reihe vl: Fritz Fuchs, Harald Rottler, Gerhard Ströbele, Wolfgang Kaiser, Rino Galasso, Berhard Reich, Arthur Saager

II. Mannschaft in der Saison 73/74

 

2. Mannschaft

hintere Reihe vl: Erich Rapp, Dieter Link, Oswald Mössinger, Arthur Saager, Wolfgang Ketterer, Herbert Singer, Klaus Ketterer v
ordere Reihe vl: Alfons Hildebrand, Wolfgang Kaiser, Karl Hummel, Roland Erchinger

Bei der I. Jahreshauptversammlung am 21. Juni 1974 konnte der 1. Vorsitzende Karl Hummel bereits eine stolze Zahl von 137 Mitgliedern vermelden. Den vollen Einsatz aller Mitglieder erforderte der Sportanlagenbau. Da bis zu diesem Zeitpunkt den FC lediglich ein Bauwagen zur Verfügung stand, den man von der Firma Götz & Meyer kostenlos erworben hatte, begann man im Laufe des Jahres 1974 mit dem Aufstellen einer Hütte, die bis dahin als Kantine benutzt wurde und von Schonach nach Neuhausen transportiert wurde.

Gemütliches Beisammensein nach getaner Arbeit vor der Vereinshütte

Gemütliches Beisammensein

Bereits am 19. November 1974 konnten die Aktiven einen geselligen Abend im neueröffneten Vereinsheim feiern. Die Hütte war eine Spende der Pflug-Brauerei aus Rottweil, bei der unser Aktiver Helmut Kuntz beschäftigt war.

1975-76

Nachdem man in den Jahren 1974/75 die gesamten Vorarbeiten geleistet hatte, begann am 30. September 1975 die Firma Stumpp mit den Belagsarbeiten am Hartplatz. Sportlich wollte man in dieser Zeit ebenfalls einen Schritt weiter kommen. Nachdem jedoch Trainer Helmut Winterhalter aus beruflichen Gründen sein Amt bereits nach den ersten Spielen im Oktober 1974 abgeben musste wurde man in der Zeit von November 1974 bis Mai 1975 von Peter Wolf aus Villingen trainiert. Inwieweit der Trainerwechsel den leider nur Erreichten 6. Platz in der Spielrunde 74/75 beeinflusste, bleibt bis zum heutigen Tage offen.

Im Juni 1975 stand mit Peter Kreszan dem FC zum ersten mal ein Spielertrainer zur Verfügung. Dieser verstand es, insbesondere die I. Mannschaft immer wieder auf das Neue zu motivieren und begeistern. So erreichte man in der Spielrunde 75/76 zum ersten mal ein positives Punktekonto.

Den sportlichen Höhepunkt verzeichnete man am 20.06.1976 als man beim Gemeindepokalturnier in Buchenberg den Platz als Tuniersieger verlassen konnte.

1. Gemeindepokalsieg

1. Gemeindepokalsieg

stehend vl: Arno Saager, Gerhard Seckinger, Hans-Jörg Kammerer, Helmut Hils, Arthur Saager, Oswald Mössinger, Harald Rottler, Erwin Hauser, und Trainer Peter Kreszan
knieend vl: Fritz Fuchs, Gerhard Ströbele, Hermut Hauser, Bogdan Lazic, Werner Singer und Bernhard Reich

Dem Verlangen nach einer Jugendabteilung in der bekanntlich die Zukunft von morgen liegt, veranlaßte den FC an zwei Tagen in Neuhausen und in Erdmannsweiler begeisterte jugendliche Fußballer zu werben. Abgesehen von A- und B-Jugendspielern war das Interesse überwältigend, konnten doch insgesamt 34 Nachwuchsspieler erfasst werden.

Bereits für die Saison 75/76 konnte man eine C- sowie eine D-Jugend beim Verband melden. Die C-Jugend unter der Leitung von Helmut Hils belegte auf Anhieb den zweiten Platz hinter dem FC Unterkirnach. Noch besser spielte die D-Jugend, die unter den beiden Jugendtrainern Helmut Hauser und Arthur Saager ungeschlagen die Meisterschaft erringen konnten.

D-Jugendmeister in der Saison 1975/1976

D-Jugendmeister 1975/76

vl: Trainer Helmut Hauser, Arthur Saager, Rolf Kaluza, Markus Foschiani, Josef Hölzle, Roland Kuntz, Robert Link, Martin Ketterer, Roland Fichter, Arno Dettling, Jürgen Obergfell, Jürgen Fleig, Rainer Stärk, Heribert Rottler, Georg Damiani

1977-79

Die Jugendabteilung blieb auch in der Saison 76/77 das Vorzeigeobjekt des Vereins. Die C-Jugend konnte mit 31:1 Punkten ungeschlagen Meister werden. Die D-Jugend zeigte bei den Hallenbezirksmeisterschaften Anfang 1977 in der Vor- und Endrunde begeisterten Hallenfußball und konnte als Lohn den Titel des Hallenbezirksmeisters erringen.

Für die Aktiven Mannschaften brachten die Verbandsrunden 76/77 und 77/78 nicht den gewünschten sportlichen Erfolg. Da bereits bekannt war, dass Peter Kreszan mit dem letzten Rundenspiel der Saison 76/77 sein Traineramt nach zweijähriger Tätigkeit niederlegt, konnte Theo Maier aus Villingen die Nachfolge antreten. Unglücklicherweise musste dieser aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit bereits nach zwei Wochen wieder aufgeben; doch konnte man kurzfristig Karl Duttlinger für eine Spielrunde verpflichten.

Dem Bestreben des noch jungen Vereins nach einer Altherrenmannschaft erfüllte sich am 10. Mai 1978. Unter der Leitung von Peter Kreszan trafen sich mehrere reaktivierte Spieler, die sich nochmals unter Beweis stellen wollten. Jedoch musste man gleich im ersten Spiel gegen die Alten Herren von Peterzell eine derbe 1:7 Niederlage einstecken.

1979

Ein Jahr ohne Trainersorgen erreichte man unter der Leitung von Walter Vetter aus Villingen. So wurde in der Spielrunde 1978/79 die Vizemeisterschaft hinter dem FC Vöhrenbach erreicht. Des weiteren konnte man zum zweiten mal Gewinner des Gemeindepokalturniers werden, das am 17.06.1979 in Weiler ausgetragen wurde. Einen ersten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte konnte im Rahmen des Sommerfestes vom 22. - 25. Juni 1979 gefeiert werden. So stand die ersehnte Einweihung des vereinseigenen Sportgeländes an. Neben einer Vielzahl von Tanzveranstaltungen sowie mehreren sportlichen Veranstaltungen, leitete ein Festgottesdienst den feierlichen Akt ein.

Einweihung des Sportgeländes im Juni 1979 mit einem Festgottesdienst

Einweihung Sportgelände

1980-81
Wer rastet der rostet, lautet der Wahlspruch beim FC Neuhausen, noch während die letzten Handgriffe am Rasenplatz durchzuführen waren, wurde in einer Vorstandsitzung Karl Hummel, Klaus Ketterer und Erwin Hauser mit der Leitung für den Bau eines Vereinsheimes beauftragt. Das Bauvorhaben wurde nach kostengünstigen Gesichtspunkten ausgewählt, und bereits im Oktober 1979 bekam man die Baugenehmigung erteilt.

Die Arbeiten im Anfangsstadium gingen rasch voran so wurde Anfang April 1980 die Drainage verlegt und im Mai konnte bereits die Bodenplatte des Vereinsheimes einbetoniert werden. Die Firma Seemann aus Fischbach begann im Juli mit den Zimmermannarbeiten und bis zum Winter 1980 hatte man das Dach sowie die Maurerarbeiten beenden können. Türen und Fenster wurden eingebaut und es konnte mit dem Innenausbau begonnen werden. Während der Spielpause konnte Konrad Hezel das Wasser und die Heizung installieren. Gerhard Ströbele flieste die Böden und Wände in Umkleidekabinen, Duschraum sowie Toiletten.

Unter enormen Arbeitseinsatz schaffte man es tatsächlich bis zum Beginn des Saisonstart im Jahr 1981 die Räume soweit fertig zustellen, dass zwei Umkleidekabinen und die Sanitäranlagen benutzbar waren.

Der Bau des Vereinsheimes im September 1980 nimmt Formen an

Bau Vereinsheim

1979-84

Nachdem man im Herbst die Arbeiten rund um das Vereinsheim beenden konnte nutzte man die Spielpause im Winter für den Ausbau des Wirtschafts- und Aufenthaltsraumes. Für die Arbeiten am Parkplatz benötige man dann noch einige Monate, so dass das Projekt "Vereinsheimbau" endgültig im Herbst 1982 abgeschlossen werden konnte.

Im Hintergrund das fertig gestellte Vereinsheim.

Fertiges Vereinsheim

Im Vordergrund sieht man den 1. Vorsitzenden Klaus Ketterer (links) und Robert Link beim Testen des Klettergerüstes mit Schaukel

Eine weitere Baumaßnahme war für die Unterbringung der Sport- und Pflegegeräte notwendig. Anstelle der alten Vereinshütte wurden zwei Garagen mit einem Vordach als Tribüne geplant. Dieses Bauvorhaben, das im Herbst 1983 begonnen wurde erforderte wiederum viel Eigenarbeit. Dank der zahlreichen Arbeitsstunden, die die Mitglieder des Vereins leisteten konnte im Frühjahr 1984 eine weitere Baustufe auf dem Vereinsgelände eingeweiht werden.

Geräteraum und Tribüne, im Vordergrund der Fuhrpark zur Pflege der Anlag
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Gerätehaus

Sportlich erlebte man in der Zeit während des Vereinsheimbaues Höhen und Tiefen. Nach der Vizemeisterschaft 78/79 folgte eine enttäuschende Spielrunde 79/80 in der man nur den 6. Tabellenplatz erreichen konnte. Lange Zeit Meisterschaftsambitionen hegte man in der Saison 80/81 als man drei Spieltage vor Ende der Saison noch auf dem 1. Tabellenplatz lag und es zum Schluss wiederum nicht reichte die Meisterschaft zu erringen.

Im Juni 1981 übernahm Erwin Hauser übergangsweise das Traineramt von Walter Vetter der drei Jahre für die sportliche Linie des Vereins verantwortlich war. Da man für die Saison 81/82 keinen Trainer finden konnte führte Erwin Hauser die Aktiven Mannschaften durch die Saison.

Die Verpflichtung von Reinhold Jauch aus Erdmannsweiler als Spielertrainer und die Integration der aus der Jugend nachrückenden Spieler brachte neuen Schwung in den Spielbetrieb. Reichte es zunächst in der Saison 82/83 für beide Aktiven Mannschaften nur zur Vizemeisterschaft legte man in der Spielrunde 83/84 eine imponierende Spielweise an den Tag, was am Ende für beide Aktiven Mannschaften die Meisterschaft bedeutete.

Meisterschaftsbild der I. Mannschaft in der Saison 1983/84

 

Meisterschaft 1. Mannschaft 1983/84

 

hintere Reihe vl: 1. Vorsitzender Klaus Ketterer, 2. Vorsitzender Erwin Hauser, Helmut Hauser, Robert Link, Wolfgang Stern, Rolf Kaluza, Martin Seckinger, Hubert Stern, Bernd Kaluza, Helmut Hils Joachim Schwarzwälder, Georg Damiani

vordere Reihe vl: Ludwig Gebert, Paul Heine, Heribert Rottler, Roland Albiker, Martin Ketterer, Reinhold Jauch, Adalbert Zipel, Betreuer Arno Saager, Hubert Stern sen.

Vom ersten Spieltag an übernahm die I. Mannnschaft die Tabellenführung und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab. Mit 42:2 Punkten blieb man während der gesamten Runde ohne Niederlage und hatte bei einem Torverhältnis von 103:17 eine durchschnittliche Trefferquote zwischen 4 und 5 Toren pro Spiel. Ebensp souverän mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten erreichte die II. Mannschaft die Meisterschaft. In den 18 ausgetragenen Spielen erreichte man 29:7 Punkte bei einem Torverhältnis von 58:29.

 

Meisterschaftsbild der II. Mannschaft in der Saison 1983/84

 

Meisterschaft 2. Mannschaft 1983/84

hintere Reihe vl: Bernhard Reich, Bernd Hauser, Giovanni Barba, Josef Hölzle, Merve Mamareli, Georg Damiani, Reiner Stärk, Karl-Heinz Seckinger, Betreuer Arno Saager
vordere Reihe vl: Joachim Schwarzwälder, Martin Ketterer, Raimundo Vazquez, Helmut Hauser, Arnold Stern, Helmut Hils

1985-86

Der Aufstieg in die Kreisliga A war geschafft, beim FC freute man sich endlich das große Ziel erreicht zu haben. Mit dem neuen Trainer Reinhard Hensel aus St. Georgen ging man in die Saison 84/85. Die Erwartungen für die Spielrunde waren nicht zu hoch gesteckt mit einem Nichtabstiegsplatz. Obwohl ein ausgeglichener Start mit 5:3 Punkten glückte schaffte man es schlussendlich nicht sich in der Klasse zu halten. Mit 22:30 Punkten und 32:49 Toren, musste wegen dem schlechteren Torverhältnis von zwei Toren gegenüber Bad Dürrheim, der bittere Weg des Abstiegs angetreten werden.

Einziger sportlicher Höhepunkt im Jahr 1985 war die Austragung des Gemeindepokals am 07. Juli 1985 in Königsfeld. Neuhausen und Königsfeld hatten beide die Möglichkeit den Wanderpokal endgültig in Besitz zu nehmen. Der Turnierverlauf war dementsprechend spannend und erst nach dem letzten Spiel stand der FC dank der besseren Tordifferenz als Gewinner fest.

Nach fünfmaligem Gewinn des Gemeindepokals konnte dieser im Besitz des FC bleiben

Gemeindepokal 1985

hintere Reihe vl: 2. Vorsitzender Erwin Hauser, Betreuer Hubert Stern sen., Trainer Reinhard Hensel, Wolfgang Stern, Martin Seckinger, Reiner Stärk, Adalbert Zipfel, Rolf Kaluza, Helmut Huber, Paul Heine, Betreuer Arno Saager, 1. Vorsitzender Klaus Ketterer
vordere Reihe vl: Martin Ketterer, Hubert Stern, Reinhold Jauch, Roland Albiker, Ludwig Gebert, Georg Damiani, Bernd Kaluza, Heribert Rottler

Das Ziel für die Saison 85/86 war hoch gesteckt nachdem keine Spielerabgänge zu verzeichnen waren und auch Trainer Reinhard Hensel für ein weiteres Jahr verpflichtet werden konnte. Einem Traumstart von drei Siegen folgten zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Dies veranlaßte die Vorstandschaft zum Handeln und man versuchte mit Rudolf Warzecha als Trainer einen Umschwung zu erreichen. Siege stellten sich auch ein jedoch wurde ein Spielrhythmus nicht gefunden. Die mittlerweile bis zur Winterpause erreichte Tabellenspitze gab man dann in den entscheidenden Spielen im Frühling wieder ab und belegte nur den 3. Tabellenplatz. Nach zehn Jahren Durststrecke im Jugendbereich gelang es der D-Jugend, unter der Leitung von Trainer Bernd Kaluza, in der Kleinfeldrunde 85/86 die Meisterschaft zu erringen.

D-Jugenkleinfeldmeisterschaft in der Saison 85/86

 

D-Jugend Meister 1985

hintere Reihe vl: Jugendleiter Martin Seckinger, Harald Irion, Holger Irion, Dirk Schwäble, Andre Hils, Markus Irion, Trainer Bernd Kaluza
vordere Reihe vl: Jörg Obergfell, Frank Steffenhagen, Daniel Singer, Andy Ettwein, Thorsten Stoll

1987-88

In den Spielrunden 86/87 und 87/88 wurde man von unserem langjährigen Aktiven Adalbert Zipfel trainiert. Nach Abgängen mehrerer Leistungsträger hatte dieser keine einfache Aufgabe zu erfüllen. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Winterpause konnte man in der Saison 86/87 nur den 6. Tabellenplatz belegen.

Die hervorragende Arbeit von Trainer Adalbert Zipfel konnten die Spieler bis zur Halbzeitpause der Saison 87/88 umsetzen und man belegte mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer Neukirch den 4. Tabellenplatz. In den entscheidenden Spielen nach dem Winter hatte man jedoch jedes Mal das Nachsehen und es blieb am Ende bei dem 4. Tabellenplatz. Der Abschluss der Saison 87/88 war die Austragung des Eschachpokals am 19.06.1988 in Peterzell. Zum ersten mal seit man an der Austragung dieses Wanderpokals teilnahm, konnte dieser nach Elfmeterschiessen gegen den FC Dauchingen gewonnen werden.

Gewinn des Eschachpokals in Peterzell im Juni 1988

Eschachpokal 1988

hintere Reihe vl: 1. Vorsitzender Klaus Ketterer, Trainer Adalbert Zipfel, Arno Dettling, Martin Seckinger, Wolfgang Stern, Peter Süß, Josef Hölzle, Paul Heine, Betreuer Arno Saager

vordere Reihe vl: Helmut Huber, Alexander Ketterer, Reiner Stärk, Peter Müller, Ludwig Gebert, Arnold Stern, Georg Damiani

 

1989

Mit der Rückkehr von Hubert Stern jun. als Spielertrainer sollten die Ergebnisse der abgelaufenen Saison fortgesetzt werden. So waren die Erwartungen für die Spielrunde 88/89 entsprechend hoch gesetzt. Der Saisonstart war jedoch alles andere als glücklich. Nach einer Niederlage gegen Buchenberg und einem Unentschieden gegen Königsfeld stand man zunächst mit dem Rücken an der Wand. Es folgte eine Steigerung von Spiel zu Spiel und nach der Vorrunde stand man auf dem zweiten Tabellenplatz mit 16:4 Punkten und 31:13 Toren. Dabei lag man nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenführer aus Schönenbach.

Nach der Winterpause entbrannte ein heftiger Zweikampf, den man im vorletzten Spiel im direkten Vergleich gegen die SpFr Schönenbach für sich entscheiden konnte. Die dabei erkämpfte Tabellenspitze gab man auch im letzten Spiel nicht mehr ab. Mit acht Siegen und 29:0 Toren in den verbleibenden Spielen der Rückrunde, erreichte man die Meisterschaft mit 32:4 Punkten und 60:13 Toren.

Meisterschaftsbild der Saison 1988/89 in Peterzell

 

Meisterschaft 1988/89

hintere Reihe vl: Betreuer Arno Saager, Reiner Stärk, Martin Seckinger, Arno Dettling Bernd Kaluza, Adalbert Zipfel, Helmut Huber, Ludwig Gebert, Vorstand Klaus Ketterer
vordere Reihe vl: Hubert Stern, Axel Borchert, Heribert Rottler, Peter Müller, Rainer Erchinger, Wolfgang Stern

Einen weiteren Erfolg konnte die B-Jugend verbuchen. Die gegründete Spielgemeinschaft mit Buchenberg, Königsfeld und Neuhausen erreichte in der Saison 88/89 ebenfalls die Meisterschaft mit 27:5 Punkten und 51:26 Toren.

Meisterschaftsbild B-Jgd SG Neuhausen in der Saison 1988/89

B-Jugend Meisterschaft 1988/89

hintere Reihe vl: Jugendleiter Martin Seckinger, Heiko Hils, Markus Irion, Joachim Braun, Timo Schwäble, Joachim Schmidt, Goran Cekic, Holger Rhode, Zoltan Varga, Trainer Helmut Hils
vordere Reihe vl: Dirk Flakowski, Achim Fischer, Ralf Pfaff, Andre Hils, Frank Zanker, Daniel Singer, Valerian Wangler

1990-91

Dass in der Kreisliga A ein anderer Wind weht, zeigten die ersten Spiele der Saison 1989/90. Sieben Begegnungen waren vergangen und man belegte mit 3:11 Punkten den letzten Tabellenplatz. Mit dem ersten doppelten Punktgewinn konnte die Wende eingeleitet werden und bis zur Winterpause rückte die Mannschaft auf den 10. Platz in der Tabelle vor. Eine wahre Aufholjagd lieferte die 1. Mannschaft in den restlichen Spielen bis zum Saisonende. Als beste Rückrundenmannschaft belegte man den 4. Platz in der Abschlusstabelle und das schlechtere Torverhältnis verhinderte den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Wie ausgeglichen die gesamte Staffel war, stellte man in der Saison 90/91 fest. Mit fünf Niederlagen, vier Unentschieden und vier Siegen lag man zur Winterpause auf dem 11. Tabellenplatz, die Differenz zum Tabellenzweiten betrug jedoch lediglich vier Punkte.

Vereinsheimbrand vom 18. auf 19. November 1990
Nach dem letzten Punktspiel vor der Winterpause gegen die SpFr Schönenbach wurde in der Nacht vom Sonntag auf Montag das Vereinsheim des FC ein Raub der Flammen. Um ca. 01.30 Uhr wurden die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen durch die Sirene alarmiert. Bereits bei Ankunft der Feuerwehr brannte das vor acht Jahren fertig gestellte Vereinsheim lichterloh.

Ein Raub der Flammen wurde das FC-Heim im November 1990

Raub der Flammen

 

Die mit 35 Wehrmänner im Einsatz befindliche Feuerwehrabteilung Neuhausen wurde durch weitere 18 Wehrmänner der Feuerwehr Königsfeld verstärkt. Viel konnten die Wehrmänner jedoch nicht mehr retten, da der Dachstuhl bereits zusammengebrochen war. Durch die besondere Lage des Vereinsheimes waren andere Gebäude nicht in Gefahr; auch wurden keine Menschen in Mitleidenschaft gezogen.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden noch in der Nacht aufgenommen. Die Brandursache konnte jedoch nie geklärt werden. Nachdem von der Versicherung der Sachschaden auf 335.000 DM beziffert wurde, begann man noch vor der Jahreswende mit den Aufräumarbeiten.

Zahlreiche Mitglieder trafen sich zu den Aufräumarbeiten nach dem Brand

Aufräumarbeiten

Das Architekturbüro Ketterer wurde mit der Planung des Neubaus beauftragt und präsentierte innerhalb kürzester Zeit drei Planskizzen. In mehreren Vorstandsitzungen wurde heftig über die Vor- und Nachteile der einzelnen Entwürfe diskutiert. Am 05.03.1991 entschied die Vorstandschaft über die endgültige Bauweise, so dass bereits im April 1991 die Firma Reiser aus Obereschach mit den Maurerarbeiten beginnen konnte. Bis zur Sommerpause richtete die Firma Seemann aus Fischbach den Dachstuhl auf und deckte das Dach mit Schindeln.


Richtspruch

Josef Hölzle (links) von der Zimmerei Seemann sprach den Richtspruch. Ihm assestierte auf dem Dachstuhl sein Kollege Werner Stern.

Nachdem das Dachgeschoss bereits ausgebaut war konnten die Aktiven nach ihrem letzten Spiel der Saison 1990/91 den Rundenabschluss im Rohbau des Vereinsheimes feiern. Hierbei wurde Spielertrainer Hubert Stern jun. verabschiedet, der auch n seinem dritten Trainerjahr stolz auf seine geleistete Arbeit zurückblicken konnte.

Die Saison schloss man auf dem rettenden 12. Tabellenplatz ab vor der punktgleichen Mannschaft aus Schönenbach. Erfolgreich zeigte sich auch die A-Jugend Spielgemeinschaft mit Buchenberg, Königsfeld und Neuhausen. Die Saison 1990/91 endete mit 23:5 Punkten und 43:21 Toren und brachte einen weiteren Meisterschaftsgewinn für den FC. Erfolgsgaranten waren neben den Spielern die beiden Trainer Helmut Hils und Martin Ketterer.

Die A-Jugend der SG Neuhausen präsentierte sich als Meister der Saison 1990/91

A-Jugend Meister 1990/91

hintere Reihe vl: Trainer Helmut Hils, Heiko Hils, Holger Rhode, Frank Meier, Patrick Voss, Thorsten Moll, Andreas Rapp, Markus Irion, Trainer Martin Ketterer
vordere Reihe v. l. Joachim Braun, Dirk Flakowski, Andre Hils, Valerian Wangler, Achim Fischer, Ralf Pfaff, Moritz Nagel

1992-93
Eine harte Vorbereitung hatten die Aktiven Mannschaften unter dem neuen Trainer Manfred Chrosch aus Bad Dürrheim. In den 26 ausgetragenen Spielen der Saison 1991/92 zeigte man sich als wahre Remismannschaft. Mit 11 unentschiedenen Spielen in der Saison endete fast jede zweite Partie Remis. Da auch nur fünf Begegnungen gewonnen wurden war der erreichte 11. Tabellenplatz am Ende zufriedenstellend.


Tag der „Offenen Tür“ am 29. und 30. August 1992

Neues Vereinsheim 1992

An diesen beiden Tagen feierte der FC die Sportheim Einweihung. In nur 17 Monaten Bauzeit war es geschafft, der Öffentlichkeit das fertiggestellte Vereinsheim vorzustellen. Stolz kann der Verein auf das wiederaufgebaute Clubheim sein.

1993-94

Der Start in die Saison 1992/93 missglückte total. Nach fünf Spielen stand man mit 2:8 Punkten und 2:17 Toren bereits wieder mit dem Rücken an der Wand und so trennte man sich von Trainer Manfred Chrosch. Zum nächsten Training konnte der 1. Vorsitzende Klaus Ketterer bereits den neuen Verantwortlichen Horst Peschke vorstellen. Dieser blickte auf eine 14-jährige Spielerfahrung in der höchsten Spielklasse der damaligen DDR sowie verschiedenen Trainertätigkeiten in der zweithöchsten Spielklasse zurück. Dies Erfahrung brachte den erwünschten Erfolg, bis zur Winterpause kämpfte sich die Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel heraus und am Saisonende blieb der 10. Tabellenplatz übrig.

Nachdem Trainer Peschke kurzfristig für die Saison 1993/94 abgesagt hatte, konnte man Roland Bucher aus Klengen für die nächsten drei Jahre als Spielertrainer verpflichten. Vier Jahre hatte sich die I. Mannschaft in der Kreisliga A gehalten, doch in der Saison 1993/94 konnte der Abstieg nicht verhindert werden. Einziger Höhepunkt war der Gewinn des Gemeindepokals. Da dieser zum fünften mal gewonnen wurde konnte der Wanderpokal im Besitz des FC bleiben.

Auch den zweiten Gemeindepokal der Gemeinde konnte der FC für sich behalten.

Gemeindepokal 1994

hintere Reihe vl: Adalbert Zipfel, Roland Bucher, Wolfgang Stern, Peter Süß, Heiko Hils, Alexander Ketterer, Martin Seckinger, Ralf Dotter, Bernd Kaluza
vordere Reihe vl: Georg Damiani, Achim Fischer, Dirk Flakowski, Peter Müller, Helmut Huber, Uwe Dietz.

1995-97

Das Ziel für die Spielrunde 1994/95 galt klar dem Wiederaufstieg in die Kreisliag A. Der Start missglückte jedoch und zur Winterpause lag man nur auf dem 3. Tabellenplatz mit bereits vier Punkten Rückstand auf die Tabellenführung. Mit einer imponierenden Serie von 10 Siegen aus 10 Spielen konnte zum Saisonende mit 42:6 Punkten und 94:18 Toren doch noch die gewünschte Meisterschaft errungen werden.


Einen sportlichen Rückschlag ergab die Saison 1995/96. Nach der Vorrunde wurde ein enttäuschender letzter Tabellenplatz belegt. Bei nur 14 erzielten Toren reichte es lediglich zu fünf Punkten. Obwohl die Spiele nach der Winterpause ausgeglichener gestaltet werden konnten endeten insbesondere die Spiele gegen die direkten Tabellennachbarn grundsätzlich mit einer Niederlage. Der Endstand war wie in der Vorrunde der 14. Platz mit insgesamt 20:93 Toren und 16 Punkten. Der letzte Tabellenplatz bedeutete gleichzeitig den Abstieg aus der Kreisliga A.

Mit Armin Niedermeier aus Erdmannsweiler stand uns für die Aktiven Mannschaften ein kompetenter Trainer zur Verfügung. So sahen die Perspektiven für die Saison 1996/97 zunächst positiv aus. Durch den personellen Ausfall einiger Langzeitverletzten sowie verschiedenen berufsbedingten Abgängen wurde die Zahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Spieler immer geringer. Das jeden Sonntag zwei vollständige Mannschaften auf dem Platz standen erforderte viel Vorbereitung von Trainer und Spielausschuss. Obwohl die laufende Runde nicht optimal verläuft mit einem 7. Tabellenplatz zur Winterpause ist die Stimmung und die Kameradschaft bei den Mannschaften hervorragend.

Fortsetzung folgt...